Es gibt zum Glück wenige Vorfälle, aber diese sind dafür umso tragischer, so wie vor einigen Tagen am Frankfurter Hauptbahnhof: Ein Mann stößt ein neunjähriges Kind vom Bahnsteig auf die Gleise eines herannahenden Schnellzuges. Kürzlich ist Ähnliches auch bei der Wiener U-Bahn geschehen.

Jedem von uns muss klar sein, dass solche Fälle kaum zu verhindern sind. Trotz alledem sind nicht nur die Bahnunternehmen, sondern auch die Fahrgäste gefordert, sich noch achtsamer im öffentlichen Bereich, insbesondere auf Bahn- und Bus-Haltestellen, zu bewegen. Als Vielfahrer stelle ich schon oft eine Sorglosigkeit fest, die mich veranlasst, darauf aufmerksam zu machen, z.B.: Gerangel von Schülergruppen an Haltestellen, wobei manchmal einer den anderen damit erschreckt, indem er vortäuscht, ihn aufs Gleis schupfen zu wollen. Andere warten am Bahnsteig auf einen herannahenden Zug und übersehen dabei, dass sie mit ihren Rucksäcken zu nahe an der Bahnsteigkante stehen.

Die Bahn- und Busbetreiber wären gut beraten, eine „Sicherheitszone“ vor der Bahnsteig-Kante färbig so auffällig zu markieren, dass jede/r darauf aufmerksam gemacht wird, von der Kante mehr Abstand zu nehmen. Die Fahrgastvertretung probahn appelliert auch an die Verkehrsunternehmen, mehr Personal sowohl in den Zügen, aber auch an Haltestellen zu positionieren. Geschultes Personal kann eher mit verhaltensauffälligen Personen umgehen.

Achtsamkeit auf Bahnsteigen

Peter Haibach, Sprecher probahn ÖSTERREICH

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