Presseaussendung 23.01. – Die überparteiliche Umwelt- und Verkehrsinitiative FORUM MOBIL erwartet vom zu wählenden Stadtoberhaupt, aber auch vom neuen Gemeinderat, dass es eine Trend-Umkehr im Gestalten der Stadt Salzburg gibt. Die Stadt ist kein Museum, sondern eine lebens- und liebenswerte Stadt für die Bewohner*innen, die Gäste gern willkommen heißen.

Zu viele Reisebusse fahren in die Innenstadt statt am Stadtrand zu parken und mit modernen E-Obussen/Bussen in die Stadt zu kommen. Das muss sich ändern!

Zu viele Reisebusse fahren in die Innenstadt statt am Stadtrand zu parken und mit modernen E-Obussen/Bussen in die Stadt zu kommen. Das muss sich ändern!

 

Dass Städte wie Venedig, Barcelona, Amsterdam den Gästetourismus jetzt beschränken und gezielte Maßnahmen setzen, um das richtige Maß zu finden, sollte nachdenklich stimmen. Dabei geht es nicht nur um den Reisebus-Tourismus, sondern auch um die Situation im gesamten Stadtgebiet. Wenn z.B. durch die Linzer Gasse in kurzen Abständen junge, mobile Touristen mit Segways zwischen den Fußgängern unterwegs sind, wenn Sondergenehmigungen die Anzahl der Pkw in der Innenstadt wesentlich erhöhen, wenn in Getreidegasse und Linzer Gasse u.a.  ruhiges Flanieren unmöglich ist, Ramsch-Läden die Einkaufsstraßen zieren, muss gegengesteuert werden.  Die Erweiterung der Mönchsberg-Garage bringt Maxglan und Riedenburg einen Mehrverkehr an Autos.

 

Mit seiner Aussage (SN 18. Jänner), „er werde nur handeln, wenn die Bevölkerung ein Mehr an Gästen nicht mehr akzeptiert“,hat Preuner nicht wahrgenommen, dass die Bevölkerung der jetzigen Situation schon überdrüssig ist. Einzelne Touristiker können da wohl nicht der Gradmesser sein.

 

In der Schweiz hat ein Verein „Fußverkehr Schweiz“ 4505 Unterschriften unter dem Motto „Rettet das Trottoir“ gesammelt, um den Fußgängern die Gehsteige „zurückzugeben“. Auch da muss Salzburg die Initiative ergreifen, um den Radfahrern und Fußgängern mehr Raum zu geben. (Quelle Tages-Anzeiger 18.1.2019)

 

Viele Einheimische meiden bereits zu Feiertagen und im Sommer die Altstadt / Stadt. Die Äußerungen,  zu bestimmten Zeiten gehe man gar nicht mehr in die Stadt, ist ein deutliches Signal. Der Reisebus-Tourismus ist nur ein Stein des Anstoßes – und er wäre am einfachsten zu regulieren: Z.B. haben Reisebusse im Andräviertel nichts verloren.  Die Gebühren für Reisebusse von 24,00 Euro auf 38,00 Euro zu erhöhen muss als Verhöhnung gegenüber den Einheimischen gesehen werden: Statistisch ist das pro Tourist ein Euro. Das Zehnfache wäre derzeit angebracht!

 

Die überparteiliche Umwelt- und Verkehrsinitiative FORUM MOBIL erwartet vom zu wählenden Stadtoberhaupt, aber auch vom neuen Gemeinderat, dass es eine Trend-Umkehr im Gestalten der Stadt gibt. Die Stadt ist kein Museum, sondern eine lebens- und liebenswerte Stadt für die Bewohner*innen, die Gäste gern willkommen heißen.

 

Für das FORUM MOBIL

Peter Haibach

 

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