Presseaussendung 06.09.2017 – In Linz wurde der erste XXL-Obus mit einer Länge von 24 Metern präsentiert. Schon 2012 wurden diese Fahrzeuge in Linz und Salzburg getestet. Die Verantwortlichen in Linz haben die Sache in die Hand genommen – während in Salzburg nur Zeit verstrichen ist.

Die Linz AG Linien haben 20 XXL-Obusse mit zwei Gelenken bestellt. Der erste wurde bereits geliefert und soll Ende November in Betrieb gehen. Bis 2019 sollen alle 20 XXL-Obusse im Einsatz sein. Die Investitionskosten betragen pro Obus 1 Million Euro, insgesamt 20 Millionen Euro. Vom Klima- und Energiefonds wurden 1,2 Millionen Euro zugeschossen, beim Land OÖ um Förderung angesucht.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Fahrgastkapazität wird gegenüber dem gewöhnlichen Obus um 30 % erhöht. Der Obus ist in Linz eine nützliche Ergänzung zur Straßenbahn: Er ist kostengünstiger und flexibler bei Baustellen und Straßenumbauten. Die XXL-Obusse sind zu 100 % elektrisch, emissionsfrei, vollklimatisiert und niederflurig.

Linz setzt um, was auch in Salzburg ansteht

Anzumerken ist: Die Salzburg AG hat schon 2012 – zeitgleich mit Linz – mit einem Doppelgelenk-Obus aus der Schweiz Testfahrten in Salzburg auf der Linie 3 durchgeführt, die zur vollen Zufriedenheit verlaufen sind. Leider konnte sich Salzburg in der Folge nicht entschließen, diese Doppelgelenk-Obusse zu bestellen. Laut Mobilitätskonzept der Stadt soll 2017 ein weiteres Testfahrzeug kommen und 2018 endlich Doppelgelenk-Obusse bestellt werden. Warum wurden in Salzburg weitere Schritte versäumt, während in Linz bereits Tatsachen geschaffen wurden? Und werden in Salzburg 2018 wirklich Doppelgelenk-Obusse bestellt? Der angekündigte zweite Testbetrieb lässt noch auf sich warten.

Für das FORUM MOBIL
Peter Haibach, Sprecher

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