Am Neujahrstag fand zum 4. Mal das Salzburger Neujahrsradeln der Radlobby Salzburg statt. Erstmals konnten die Aktiven der Interessensvertretung für Radfahrende heuer mit über 50 Teilnehmern eine kritische Masse Radelnder begrüßen, die gemeinsam zur Radrunde durch das sonnendurchflutete Salzburg aufbrachen.

200 Jahre Fahrrad

Ein historisches Datum macht 2017 zum Jubiläumsjahr: Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Drais erstmals mit seiner „Laufmaschine“ – einem hölzernem Zweirad ohne Pedale – durch Mannheim. Die Ausfahrt war daher als Verneigung vor 200 Jahren Fahrradgeschichte gedacht und fand am selben Tag in 8 weiteren österreichischen Städten, darunter Wien, Graz und Linz statt.

 

Fehlende Maßnahmen für Stärkung des Radverkehrs

Unter den Salzburger TeilnehmerInnen dominierten beim nebeneinander Radeln auf den großen Straßen der Stadt Gespräche über die Gegenwart und Zukunft des Radfahrens. Trotz der 2016 wiederkehrenden Überlastung des Salzburger Straßennetzes durch zu viele Kfz fehlen Anzeichen, dass Stadt oder Land Salzburg beim Radverkehr die Potentiale heben wollen. Enttäuschend für Salzburgs Bevölkerung, wie Radlobby Salzburg-Obmann Fidelius Krammel vor der Abfahrt bedauerte, denn in der Radverkehrspolitik können mit überschaubaren Mitteln rasch Erfolge zum Nutzen aller erzielt werden. Beim abschließenden Umtrunk in der untergehenden Wintersonne beim Unipark Nonntal war der Wille deutlich und viel Energie spürbar, sich gemeinsam fürs Radfahren einzusetzen. „Es scheint gelungen zu sein mit dem Neujahrsradeln eine Tradition zu etablieren, bei der der gemeinschaftsstiftende Aspekt des Radfahrens im Mittelpunkt steht.“ freuen sich die InitiatorInnen. „Diesen guten Beginn wollen wir nützen, um 2017 eine Wende zu einer ambitionierten Radverkehrspolitik in Salzburg einzuleiten.“ formulieren Fidelius Krammel, Bernhard Kreuzer und Reinhard Geiger von der Radlobby Salzburg ihr ambitioniertes Ziel, das Unterstützung verdient. Auf Nachfrage nennen sie zwei Möglichkeiten dazu: Radlobby-Mitglied werden und aktive Mitarbeit. Das Jubiläumsjahr bringe Projekte für alle Geschmäcker: Vom Nachbau eines Laufrades Anno 1817, über  Veranstaltungen in Gemeinden bis zur Mitarbeit bei der Zeitschrift „Drahtesel“.
Wir wünschen der Radlobby Salzburg ein erfolgreiches Radjahr 2017!

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